Circular Economy Projekte werden systematisch unterbewertet – und das verhindert den wirtschaftlichen Wandel
Ein neues Framework von Quantis und WWF Deutschland, unterstützt von der BDI-Initiative Circular Economy und der Bertelsmann Stiftung, liefert Finance- und Sustainability-Teams eine Methode, um den Mehrwert von zirkuläre Geschäftsmodelle in Zahlen zu fassen und so stärkere Business Cases für Zirkularität aufzubauen.
Viele Unternehmen betreiben bereits erfolgreiche Pilotprojekte für zirkuläre Geschäftsmodelle – etwa Rücknahmeprogramme, Reparaturprogramme oder Product as a Service Modelle. Dabei zeigt sich jedoch ein wiederkehrendes Muster: Diese Projekte funktionieren technisch und werden als strategisch relevant eingeschätzt, bleiben jedoch häufig auf Pilot- oder Demonstrationsebene.
Warum Circular Economy Projekte oft falsch bewertet werden
Unternehmen nutzen Bewertungslogiken, die stark auf kurzfristige Kennzahlen fokussieren und zentrale Werttreiber zirkulärer Geschäftsmodelle übersehen:
- Mehrfache Erlöse über den Lebenszyklus
- Material- und Restwerte
- Resilienz gegenüber Krisen und Preisvolatilität
- Strategische Wettbewerbsvorteile
- Kosten des Nicht-Handelns
Dadurch erscheinen zirkuläre Investitionen oft weniger attraktiv, als sie tatsächlich sind.
Der neue Bericht von WWF Deutschland und Quantis “Zirkuläre Geschäftsmodelle fundiert bewerten. Kreislaufwirtschaft im Business Case ganzheitlich abbilden – ein Framework für bessere Investitionsentscheidungen” zielt darauf ab, Finance- und Sustainability-Teams ein praxisnahes Framework an die Hand zu geben, mit dem sie den wirtschaftlichen Mehrwert zirkulärer Geschäftsmodelle quantifizieren und stärkere Business Cases für Zirkularität entwickeln können.
Kreislaufwirtschaft im Business Case ganzheitlich abbilden – ein Framework für bessere Investitionsentscheidungen
Das Framework, das Quantis und WWF Deutschland gemeinsam entwickelt haben, stellt 10 quantifizierbare zirkuläre Werttreiber (Circular Value Drivers, CVDs) vor. Sie gliedern sich in die Bereiche Risiko & Resilienz, Strategie & Wettbewerbsfähigkeit sowie Organisation & Ökosystem und erfassen Effekte wie Lieferkettenresilienz, Customer Lifetime Value und operatives Lernen. Jeder Werttreiber wird anhand einer Formel, Erkenntnissen aus Experteninterviews, bekannten Einschränkungen und einem konkreten Fallbeispiel erläutert.
Der Bericht bietet zudem einen praxisnahen 3-Schritte-Prozess für die Anwendung: analysieren, identifizieren & priorisieren und integrieren. So können Finance- und Sustainability-Teams bisher fehlende Inputs in bestehende Finanzkennzahlen integrieren und den wirtschaftlichen Wert von Kreislaufwirtschaft besser abbilden.
Am Beispiel eines fiktiven Kompressorherstellers, der die Einführung eines Remanufacturing-Programms prüft, zeigt der Bericht, wie sich das Framework konkret anwenden lässt.
Erfahren Sie mehr in unserem Live-Webinar am 22. Oktober von 11:00 bis 12:00 Uhr.
Quantis und WWF Deutschland freuen sich außerdem über Rückmeldungen von Unternehmen, die das Framework anwenden, seine Annahmen in der Praxis testen und zu seiner Weiterentwicklung beitragen möchten.
