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Der LCA@scale-Vorteil: Wie Nachhaltigkeitsdaten zum neuen Marktzugangskriterium werden 

Lesezeit: 13 mins

Zusammenfassung:

  • Der Gesundheitssektor verursacht über 5 % der weltweiten Treibhausgasemissionen. Behörden in der EU und anderen Märkten reagieren darauf: Umweltnachweise werden zunehmend zur Beschaffungspflicht.
  • Einige Pharmaunternehmen investieren bereits in Product Carbon Footprints (PCF), Ökobilanzen (LCA) und Ökodesign – die meisten kommen aber nicht so schnell und umfangreich nach, wie führende Gesundheitssysteme es verlangen.
  • Vier Hebel schließen diese Lücke: klarer Zweck, frühe Dateninfrastruktur, gezieltes Pilotieren, Ökodesign fest in der Produktentwicklung verankern.
  • Die best positionierten Unternehmen sehen Produktnachhaltigkeit als strategischen Vorteil, nicht als Pflichtübung.

Für Pharmahersteller entsteht ein neues Marktzugangskriterium: die Fähigkeit, belastbare und skalierbare Nachhaltigkeitsdaten zu liefern. Darum geht es in diesem Artikel. Gesundheitssysteme verursachen über 5 % der weltweiten Treibhausgasemissionen. Immer mehr Märkte verknüpfen diesen Fußabdruck direkt mit Beschaffungsentscheidungen. In Frankreich und im Vereinigten Königreich sind Umweltkriterien bei öffentlichen Ausschreibungen im Gesundheitswesen bereits Zulassungsbedingungen und gewichtete Zuschlagskriterien. Die Anforderungen verschieben sich: weg von unternehmensweiten Dekarbonisierungsplänen, hin zu produktspezifischen Emissionsdaten.

Eine Analyse von 260 EU-Ausschreibungen zeigt, wie schnell das geht: Der Anteil mit Nachhaltigkeitsanforderungen stieg von rund 23 % (2021) auf über 40 % (2023). Das ist kein vorübergehendes Phänomen, sondern ein struktureller Trend. Führende Pharmaunternehmen nutzen diese Daten bereits über Ausschreibungen hinaus: Sie treffen damit Ökodesign-Entscheidungen, die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

Was sind PCF und LCA?

PCF (Product Carbon Footprint): Misst die Treibhausgasemissionen eines Produkts über seinen Lebenszyklus.

LCA (Lebenszyklusanalyse): erfasst zusätzlich Wasserverbrauch, Ökotoxizität und Ressourcenverbrauch.

PCF ist eine klimafokussierte Teilmenge der LCA-Methodik. Viele Unternehmen beginnen mit PCF und weiten ihre Messung später auf vollständige LCAs aus.

Dort, wo die Anforderungen am weitesten fortgeschritten sind: produktbezogene Fußabdrücke

Die Anforderungen sind dort am weitesten, wo die öffentliche Gesundheitsbeschaffung am stärksten reguliert ist. Ausschreibungen verlangen zunehmend produktspezifische Nachweise – CO₂-Fußabdruck und Lebenszyklusdaten. Das erhöht die Komplexität für Lieferanten. Weltweit müssen Lieferanten etwa CDP-Lieferkettenfragebögen beantworten. Im Vereinigten Königreich müssen sie bereits unternehmensweite CO₂-Reduktionspläne veröffentlichen. Der NHS plant außerdem, bis 2028 Product Carbon Footprints für alle beschafften Produkte vorzuschreiben

In Frankreich wird der „Score Carbone Médicament” ab August 2026 zum verbindlichen Kriterium bei Krankenhausausschreibungen – zunächst für 18 prioritäre Generikamoleküle. Das ist bislang das deutlichste Beispiel für den Übergang von reiner Offenlegung zur aktiven Bewertung: Umweltleistung entscheidet hier über den Zuschlag, nicht nur über Compliance. Das gilt besonders für Standardprodukte, die mehrere Hersteller anbieten. Diese Anforderungen pflanzen sich inzwischen die Wertschöpfungskette hinauf fort: Hersteller verlangen selbst Nachhaltigkeitsnachweise von ihren Lieferanten.

Quantis hat in einer aktuellen Studie ähnliche Signale auch in Deutschland, Spanien, Belgien, Dänemark und Brasilien gefunden. In den USA verpflichtet Kalifornien Unternehmen mit über 1 Mrd. US-Dollar Umsatz zur Offenlegung ihrer Scope-1- und Scope-2-Emissionen sowie ihrer Klimarisiken – davon sind auch Pharmaunternehmen betroffen.

Unternehmen in diesen Märkten beginnen zu reagieren. Eine Benchmarking-Studie von BCG und Quantis mit 13 Pharmaunternehmen zeigt: Die meisten haben begonnen, die Nachhaltigkeitsleistung ihrer Produkte zu messen. Eine Befragung von 26 Pharmaunternehmen zeigt aber auch: Rund zwei Drittel konzentrieren sich auf wenige Produkte, arbeiten manuell und messen vor allem CO₂. Ein weiteres Drittel standardisiert bereits, misst in größerem Umfang und bindet Lieferanten für genauere Daten ein. Nur eine Handvoll führender Unternehmen hat Ökodesign im gesamten Portfolio verankert. (Siehe Abbildung 1)

Die Mehrheit der Pharmaunternehmen misst Nachhaltigkeit weiterhin nur reaktiv und konzentriert sich dabei auf CO₂-Emissionen. Für die 26 Umfrageteilnehmer, die auf eine skalierbare Lösung umsteigen, ergibt sich daraus ein erheblicher Wettbewerbsvorteil.

Mit PAS 2090 hat die Branche begonnen, dieses Thema gemeinsam anzugehen – dem ersten globalen Standard für pharmazeutische PCF/LCA.(Siehe: Standardisierung mit PAS 2090

Um die operative Lücke zu schließen, bevor Beschaffungsfristen es erzwingen, braucht es vier Maßnahmen: den Zweck der LCA festlegen, die Dateninfrastruktur früh aufbauen, vom Pilotprojekt zur Skalierung, und LCA-Ergebnisse in Entscheidungen einbetten.

1.Den Zweck definieren, den LCA erfüllen muss

LCA und PCF sind längst nicht mehr nur Ausschreibungspflicht. Führende Unternehmen ziehen daraus echten Geschäftswert, indem sie die Daten für Ökodesign nutzen: weniger Materialeinsatz, niedrigere Kosten, effizientere Prozesse. Diese finanziellen Vorteile stärken den Business Case für PCF/LCA – zusätzlich zum Marktzugang. Der erste Schritt ist deshalb Klarheit: Was soll die LCA-Fähigkeit leisten – geprüfte Daten für die Ausschreibung, Erkenntnisse für Ökodesign, oder beides? Wer die Infrastruktur von Anfang an auf beide Ziele ausrichtet, gewinnt auf beiden Seiten. Genau diese doppelte Ausrichtung prägt zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit in Märkten mit gewichteten Nachhaltigkeitskriterien.

2. Die Dateninfrastruktur früh aufbauen

LCA über ein ganzes Portfolio zu skalieren ist vor allem eine Daten- und Organisationsfrage. Die größten Hindernisse sind interne Datenlücken und fehlende Daten bei Lieferanten (siehe Abbildung 2) – ein systemisches Problem entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Interne Daten sind oft unvollständig oder über Portfolios, Standorte und Lieferanten verstreut.

Besonders bei Wirkstoffen (APIs) ist das schwer zu harmonisieren. Lieferantenspezifische Emissionsfaktoren sind eine der wichtigsten Eingaben für produktbezogene LCAs – gleichzeitig aber am wenigsten verfügbar. Die zunehmende Auslagerung der API-Produktion macht das noch schwieriger. Best Practice: Ökodesign so früh wie möglich in die Produktentwicklung einbinden – schon in der Forschungsphase, wo Entscheidungen über Formulierung, Verabreichungsform, Verpackung und Herstellung das Umweltprofil eines Produkts für sein gesamtes Leben prägen. Wer früh ansetzt, findet Verbesserungen, die einfacher und günstiger umzusetzen sind als spätere Reaktionen auf externen Druck.

Unternehmen, die Umweltdaten digital verknüpfen und klare Prüfprozesse aufbauen, sind klar im Vorteil: Daten lassen sich leichter erfassen, Annahmen sind konsistenter, Nachweise glaubwürdiger. Die fortschrittlichsten Unternehmen sehen das bereits als Investition in die Zukunft – nicht als Reaktion auf Vorschriften. (Siehe: Regulierung und Ökodesign: wo LCA operativen Wert schafft; siehe Abbildung 2)



Die Bereitschaft zur Nutzung interner Daten und die Verfügbarkeit von Lieferantendaten machen drei Viertel der gemeldeten Hindernisse bei der Skalierung von Ökobilanzen aus. Dies deutet auf eine grundlegende Herausforderung in der Dateninfrastruktur entlang der gesamten Wertschöpfungskette hin (28 Umfrageteilnehmer).

3. Pilotprojekt vor der Skalierung

Sobald LCA zur wiederholbaren Kompetenz über das ganze Portfolio werden soll, tauchen Probleme auf: Wer ist für die Daten zuständig – Vertrieb, F&E oder Nachhaltigkeit? Wie prüft man Lieferantenangaben? Wie wendet man die Methodik konsistent über unterschiedliche Herstellungsprozesse an? Wie bereitet man Ergebnisse für verschiedene Beschaffungssysteme auf? Solche Fragen lassen sich nur an echten Produkten unter realen Bedingungen klären.

Ein strukturiertes Pilotprojekt, das sich auf die Produkte konzentriert, bei deren Beschaffung Nachhaltigkeitskriterien am stärksten ins Gewicht fallen, liefert diese Antworten in einem kontrollierten Umfeld. Es validiert die Methodik, unterzieht die Dateninfrastruktur Stresstests und deckt Lücken in der Governance auf, bevor deren Behebung kostspielig wird. Als Beispiel könnten Produkte, die als erste französischen oder britischen Kriterien unterliegen, den natürlichen Ausgangspunkt bilden, wodurch das Pilotprojekt sofort wirtschaftlich relevant wird und nicht nur eine rein technische Übung bleibt. 

4. LCA-Erkenntnisse in Ökodesign und Produktentscheidungen einbetten

Marktzugang hinaus entsteht der größte Wert einer LCA-Investition durch Ökodesign: Erkenntnisse aus der Bewertung fließen systematisch in Produkt- und Prozessdesign ein, um identifizierte Schwachstellen zu adressieren.

Konkret bedeutet das: Lösungsmittel optimieren, Materialeinsatz reduzieren, Prozesse effizienter machen, Verpackungen neu gestalten. (Siehe: Der ökologische Fußabdruck der Pharmaproduktion: die Rolle des Ökodesigns) Maßnahmen, die Emissionen in diesen Bereichen senken, senken meist auch die Kosten. Deshalb zahlt sich früh integriertes Ökodesign weit über die Compliance hinaus aus. Ein europäischer Hersteller fand seinen Emissionsschwerpunkt beim Wirkstoff und entwickelte ein neues Produktionsverfahren. Das Ergebnis: rund 20 % weniger Treibhausgasemissionen und 10 % niedrigere Betriebskosten. Wären dieselben Erkenntnisse erst nach Abschluss der Formulierung angewendet worden – soweit aus Zulassungssicht überhaupt möglich –, wären die Kosten deutlich höher. Heutige Marktführer nutzen diese Vorteile bereits freiwillig. Mit steigenden Ausschreibungsanforderungen wird Ökodesign vom Wettbewerbsvorteil zur Grundvoraussetzung. (Siehe Abbildung 3) 

Unternehmen nutzen Ökobilanz-Erkenntnisse für Innovationen, Ökodesign, Kosteneinsparungen und die Erschließung neuer Märkte (24 Umfrageteilnehmer).

Mit der Reifung produktbezogener Messung und etabliertem Ökodesign verschiebt sich die nächste Grenze auf den Versorgungspfad. Beschaffungssysteme planen bereits, Umweltinformationen über Strategiedokumente und politische Leitlinien zugänglicher zu machen. Über die gesamte Kette aus Konsultation, Diagnose, Behandlung, Logistik und Nachsorge weicht der systemische Fußabdruck eines Produkts oft erheblich von seinem individuellen Footprint ab – ein Unterschied, den heutige Nutzenbewertungen erst beginnen zu erfassen.Siehe: Produktauswirkungen und Versorgungspfade).

Der ökologische Fußabdruck von Arzneimitteln und ihrer Herstellung umfasst mehrere Dimensionen: Treibhausgasemissionen, Wasserverbrauch, Abfall, Ressourcenverbrauch, chemische Belastung und Ökotoxizität. Zwei davon gewinnen besonders an Bedeutung: die CO₂-Bilanz und die Ökotoxizität. Sie stehen für die zwei zentralen Herausforderungen der Branche: den Klimadruck entlang einer energie- und ressourcenintensiven Wertschöpfungskette sowie die Freisetzung pharmazeutischer Wirk- und Hilfsstoffe. Diese gelangen während der Produktion oder nach der Anwendung in die Umwelt, tragen zur chemischen Verschmutzung bei und können aquatische Ökosysteme schädigen.

Ökodesign setzt früh an — bevor Rezeptur, Lösungsmittelwahl, Verabreichungsform, Verpackung, Herstellungsverfahren und Beschaffung festgelegt sind. Eine umfassende Ökobilanz (LCA) schafft die nötige Transparenz, um die wichtigsten Hotspots im Materialeinsatz zu erkennen und Maßnahmen dort zu setzen, wo sie die größte Wirkung entfalten.

(Siehe: Standardisierung gemäß PAS 2090) 

Der Behandlungsablauf — alle Konsultationen, Diagnostik, Eingriffe, Logistik und Nachsorge, die eine Behandlung ausmachen — bestimmt die gesamte Umweltbelastung einer Patientenversorgung. Das lässt sich durch Messungen auf Produktebene allein nicht erfassen. Ein Produkt mit höherem individuellem Fußabdruck kann die Gesamtbelastung dennoch senken, wenn es einen Krankenhausaufenthalt verhindert, die Behandlungsdauer verkürzt oder ressourcenintensivere Maßnahmen ersetzt — bei gleichzeitig besserer Versorgungsqualität.

Die AstraZeneca-Fallstudie zur saisonalen Grippe, erstellt nach der „Pathway”-Methodik der Sustainable Healthcare Coalition, zeigt das deutlich. Ein durchschnittlicher Grippefall verursachte 22,1 kg CO₂e — der größte Teil davon nicht durch das Medikament, sondern durch Krankenhausaufenthalte mit geringer Intensität. Wer nur den Fußabdruck des einzelnen Produkts optimiert, lässt damit einen wesentlichen Teil des Potenzials ungenutzt.

Für die Analyse auf Pathway-Ebene entstehen praktische Instrumente: der „Care Pathway Carbon Calculator” der SHC und das CARESA-Tool von AstraZeneca, das Umweltauswirkungen über Krankheitsbereiche und Regionen hinweg modelliert. Diese Methoden sind im Entstehen — und der Bedarf, Umweltauswirkungen ganzheitlich zu messen, wächst. Unternehmen, die hier früh Fortschritte erzielen, könnten einen ähnlichen Vorsprung erlangen wie die Pioniere der Ökobilanzierung, bevor LCA zur Standardpraxis wurde.

Die Vielfalt und Komplexität pharmazeutischer Produkte machen eine Standardisierung zur Messung ihrer Umweltleistung sowohl unerlässlich als auch wirklich schwer umsetzbar.  

PAS 2090 wurde entwickelt, um diese Herausforderung zu bewältigen. Der Standard wurde von Quantis unter der Leitung des British Standards Institute (BSI) erstellt und vom NHS England, dem britischen Amt für Biowissenschaften sowie dem Pharma LCA Consortium gefördert. PAS 2090 ermöglicht es Herstellern und ihren Partnern, Umweltauswirkungen zu messen und so fundierte Entscheidungen hinsichtlich Produktentwicklung, Verpackung, Logistik und aller Lebenszyklusphasen zu treffen. Die Norm ist für alle Unternehmen unabhängig von ihrer Größe frei zugänglich und bietet eine gemeinsame methodische Grundlage für die Ausschreibungsbereitschaft in der gesamten Branche sowie eine Basis für Transparenzanforderungen seitens der Einkäufer. 

Pharmahersteller sehen sich mit einer wachsenden Zahl branchenübergreifender Umweltvorschriften konfrontiert. Kohlenstoffpreismechanismen wie der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), Wasserqualitätsvorschriften wie die Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser sowie Systeme der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) in verschiedenen Märkten erzeugen Compliance-Pflichten, die sich direkt auf Produkt- und Lieferkettenentscheidungen auswirken. Den unmittelbarsten operativen Einfluss hat dabei der Bereich Verpackung. In Europa übersetzt die Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) die EPR-Grundsätze in verbindliche Anforderungen an Design, Recyclingfähigkeit, Recyclinganteil und Berichterstattung.

Pharmazeutische Primärverpackungen und Medizinprodukte sind aus Gründen der Patientensicherheit von mehreren Umweltvorschriften ausgenommen – derzeit auch von der PPWR. Ein Teil der Sekundärverpackungen sowie alle Tertiärverpackungen fallen jedoch nicht unter diese Ausnahme. Viele Hersteller erfassen bislang weder die Materialzusammensetzung ihrer Verpackungen noch deren Entsorgungsweg am Ende der Lebensdauer – beides wird künftig vorgeschrieben. Die Herausforderung verschärft sich durch lange Vorlaufzeiten: Verpackungsänderungen erfordern Stabilitätsprüfungen, eine erneute behördliche Validierung und in manchen Fällen eine neue Einreichung. Zwischen der Erkennung eines Compliance-Problems und der Umsetzung einer Lösung können so Jahre vergehen, keine Monate. Wer die Anforderungen der Kreislaufwirtschaft nicht bereits früh im Verpackungsdesign berücksichtigt, baut ein Risiko auf, das unbemerkt wächst – und das bis zum Inkrafttreten der Vorschriften schwer zu erkennen ist. Dann ist das Nachholen deutlich teurer als eine von Anfang an konforme Gestaltung.


Die Richtung ist klar: In den fortschrittlichsten Märkten werden Umweltdaten von einer Offenlegungspflicht zu einem verbindlichen Bewertungskriterium. Weitere Märkte werden folgen. Für Pharmahersteller ist das eine reale und wachsende Marktzugangsfrage. Am besten aufgestellt sind Unternehmen, die bereits klar definiert haben, was LCA für ihr Geschäft leisten soll, die passende Dateninfrastruktur aufgebaut und Ökodesign in ihre Entwicklungsprozesse eingebettet haben. Der Gewinn ist greifbar: eine stärkere Position bei Ausschreibungen, niedrigere Kosten – und eine Kompetenz, die mit jeder neuen Anforderung wertvoller wird. Wer heute keine skalierbaren Umweltdaten liefern kann, verliert künftig nicht nur Nachhaltigkeitspunkte. Er verliert den Marktzugang selbst.

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Author(s):

  • Managing Director + Global Cosmetics, Personal Care + Pharma Lead

    Emmanuel Hembert

  • Principal + Cosmetics, Personal Care + Pharma Branch Lead

    Marco Occhipinti

  • Footprint Lead

    Pierre Collet

  • Cosmetics + Personal Care & Pharma Lead, Germany

    Natalia Trunova

  • Managing Director + Senior Partner at BCG

    Elia Tziambazis

  • Managing Director + Partner at BCG

    Miranda Hadfield

  • Managing Director + Partner at BCG

    Elizabeth Hardin

  • Principal + Pharma Branch Lead

    Rishen Vithilingum